Ade  Mutter . . .

Dein Mutterherz hat aufgehört zu schlagen

ich spürte Deiner Hände letzten Druck

nun steh’ ich hier - beginne mich zu fragen

bevor ich weine - geb’ ich mir ‘nen Ruck

ich misse Deine Augen voller Güte

die nie gewollt - daß uns ein Leid geschah

die immer hofften - daß uns Gott behüte

die immer waren für uns Kinder da

wie oft hast Du in Deinen letzten Jahren

gesehnt Dich nach der Kinder Hand

Du wußtest oft nicht einmal wo Sie waren

Sie wußten nicht was Dich mit Ihnen verband

nun ist er fort - der Glanz in Deinen Augen

als Engel schwebst Du über uns dahin

ich frag - ob wir zum Leben taugen

mir geht so vieles durch den Sinn

kann nicht mehr Dich um guten Ratschlag bitten

kann nicht mehr rufen - hilf mir in der Not

vorbei die Zeit - wenn Deine Tränen litten

wenn Du besorgtest uns das letzte Brot

und irgendwann - dann sehen wir uns wieder

ich weiß genau - Du wartest dort auf mich

dann sing’n wir wieder unsere schönen Lieder

ich freu’ mich drauf - ganz still und inniglich

 

ewald  eden