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Das Kirchenschiff scheint leckgeschlagen …

 

Im oldenburgischen Oldenburg hat der David unter den evangelischen Landeskirchen seine Synode 2010 zu Ende gebracht. Als ich das berichten darüber in unserer Stadtzeitung vor die Augen bekam, habe ich mich erst einmal in alle Richtungen gedreht und gewendet und geschaut. Als ich nichts von dem gefunden habe, was ich zu entdecken hoffte, da  habe ich mich ernsthaft und verzweifelt gefragt, wo denn bloß die Kirche geblieben ist, mit der ich einst aufgewachsen bin.

Ich kann bei den Kirchenoberen nichts mehr finden von Wärme und Mitgefühl – kein Fitzelchen mehr von herzlichem Tun und Handeln. Bei jedem Wort, das da von den Vorstandstischen herunterpoltert, klötern die Taler in den Sätzen. In mir kriecht mehr und mehr die Erkenntnis hoch, das Kirche kein Handwerksbetrieb mehr ist, in dem Herz und Seele wieder auf Vordermann gebracht werden, wenn es nötig tut – und wie es vor Zeiten üblich war.

Nein, nein - .Kirche ist heute schon mehr eine neumodische Geldzählmaschine, die den Menschen an den Schalthebeln ein herrliches Gefühl von Macht vermittelt, wenn ihnen die knisternden Scheinchen durch die Finger gleiten.

Und weil man davon ja anscheinend haufenweise besitzt, lässt sich damit ja auch wunderbar spielen, spekulieren und zocken. Man trägt ja kein Risiko – für die Verluste hat man ja die Schultern der vielen kleinen Kirchenmitglieder.

Hochgeistig und bedeutungsvoll empfand ich das Sagen, dass auch die Menschen, die Tag für Tag und Nacht für Nacht für die Kirche knechten und schuften sich nicht mehr sicher und behütet fühlen können. Die Menschen zum Beispiel, die beim Diakonischen Werk Oldenburg ihr täglich’ Brot verdienen müssen. Die haben alle miteinander das Schiff Kirche verlassen müssen – man hat sie von Bord gejagt – man hat sie in einem kleinen Beiboot den Unbilden der rauhen See ausgesetzt – so wie es früher die Kapitäne der Windjammer mit denjenigen Mannschaftsmitgliedern machten, die zuvor gemeutert hatten.

Da meint die Sagerreihe auf den Kirchenstühlen – wenn sie so etwas sagt und tut, natürlich bloß das kleine Fußvolk mit, das auf der Erde im Staube herumkraucht.

Bei den Oberen da sieht es nämlich völlig anders aus.

Die haben ihre Pinunsen sicher unter Dach und Fach. Oder meint wirklich jemand, dass Jan Janssen als der oberste Vorsitzer auch nur auf einen Pfennig seines Salärs verzichtet?

Das braucht er ja auch gar nicht – denn seine Lohnzahlung erhält er ja aus der Steuerkasse und damit aus Jedermanns Geldbörse.

Das leise Geld hat er – Jan Janssen – ja bereits in seinen Kinderjahren bei seinem Vater Rudi schätzen gelernt, wenn der an die Konfirmandeneltern Jahr für Jahr die Aufforderung richtete, doch ja nur „leises Geld“ für seine Kirche zu spenden.

Dieses Sagen ist mir damals schon wie Stacheldraht durch den Hals gezogen. Aber wie ist es noch mal mit dem Apfel der nicht weit vom Pflaumenbaum fällt?

Ich habe da aber noch etwas.

In der hannöverschen Landeskirche kann Mensch sich nun erneut ein Lehrstück in Leuteverarscherei betrachten.

Das geht um Käßmanns Margot, die sich kürzlich ja erst selber mit viel Prozente vom Bischofsstuhl geschossen hat.

Ich bin mir nun aber gar nicht mehr sicher, ob es echt oder alles nur ein inszeniertes Spiel war.

Weil, besagte Frau Käßmann reist ja demnächst für Monate auf eine Studienvisite in die USA.

Vielleicht ist das ja nun in der Kirchenwelt das Schlickerstück, das man als Belohnung bekommt, wenn man besoffen und mit einem Dienstwagen nächtens irgendwo die Straßen  unsicher macht. Wenn da etwas dran sein sollte, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn in der nächsten Zeit auch andere hochrangige Kirchenleute mit einer Fahne und allerhand Promille im Blut von der Polizei gestellt werden – denn für mehrere Monate USA Aufenthalt kann man sich das doch wohl mal leisten. Man landet in Amerika ja sicherlich nicht gleich in Guantanamo.

 

ewaldeden

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Eden meent …

 

In dat ollenbörgsche Ollenbörch  hett de David ünner de evangeelsch Landskaarken sien Synode 2010 to Ennen brocht.

As ikk dat Künnichmoaken doröver in us Staddbladdje ünner de Oogen kreech, dor hevv ikk mi eersmoal  noa aal Kanten dreit, un as ikk niks funnen hevv, van dat wat ikk söken de,  hevv ikk mi froacht, wor denn blods de Kaark blääven is mit de ikk upwussen bün. Ikk kann bi de Kaarkenbüppersten niks mehr finnen van Waarmte un Mitgefööl – keen spierke mehr van haartlich Doon un Hanneln. Bi elker Word wat dor van de Vöörstandsdischen rünnerpultert klöätern de Doalers in de Satzen. In mi krupt mehr un mehr dat Kennen hoch, dat Kaark keen Handwaarksbedrief mehr is, in de dat Haart un de Seel wäär up Vöördermann brocht ward – so as dat allmoal komodich wee.

Näääman, Kaark is vandoach mehr as so een Geldtellmaschin, de de Minschen an de Schkalthävels een herrlich Gefööl van Macht givt, wenner de knisternd Schiens hör dör de Fingers glieden. Un wiel man dor joa schiens ok een Hüüpen van hett, lett sükk dor joa ok  moi mit speelen, spekuläären ov zocken – man drocht joa keen Risiko. Föör de Verlusten hett man joa de Schullers van aal de lütt Litten.

Heel sinnich un bedüdungsvull funn ikk joa dat Särgen, dat ok de Minschen de föör de Kaark Dach föör Dach knoien un waarken sükk nich mehr säker un in Schuul föölen köänt.

De Minschen ton Bispill, de bi d’ Diakonisch Waark in d’ Ollnbörger Land  hör Brödjis verdeenen mooten – de hevvt aal mitnanner dat Schkipp Kaark verloaten mußt – man hett hör van Bord jocht, man hett hör in een lüütji Biboot utsett - so as de Koptein dat fröher up de Seilschippen mit Mannschaftslitten moakt hett, wenner see meutert harn.

Dor meent de Särgensriech up de Kaarkenstoolen, wenner see sowat sächt un deit, ’türlich blods dat lüütji Footvolk wat up de Grund rümkraabt mit – bi de Büppersten dor sücht dat nämich heel anners ut. De hevvt hör Pinunsen säker un ünner Dakk. Ov meent wüggelk een Minsch dat Jan Janssen as büpperste Vöörsitter ok blods up een Penning van sien Salär verzichten deit? Brukt he joa ok nich – denn  dat kummt joa ut de stoatliche Stüürkass un somit ut Allermanns Knipke. Dat saachte Geld hett he – Jan Janssen - joa ok all in sien Kinnertied bi sien Voader Rudi bestens to schkätzen leert, wenner de an de Konfirmandenöllern schreev, see schullen doch blods “leises Geld” för de Kaark spenden. Dat särgen is mi domoals all as Stiekelwier dör d’ Halsgatt lopen. Oaber wu is dat nochmoal mit de Appel, de nich wiet van d’ Pluumenboom wächfaalt?

Ikk hevv dor noch wat ...

In de hannöversch Landskaark kann Minsch sükk nu ok allwäär een Läärstükkji ankieken. Käßmanns Margot, de sükk joa nu körtens eers sülven mit örnlich Perzenten van de Bischofsstool schooten hett. Ikk bün mi nu oaber rein nich mehr säker, ov dat nich blods een Spill wäst is. Wiel, see geit joa nu bold föör 5 Moant noa Amerikoa to een Studeervisit.

Villicht is dat in de Kaarkenwelt nu dat Schlikkerstükk wat man as Belohnung kricht, wenner man besoapen mit een Dennstfoahrtüüchs de Stroaten unsäker moakt. Wenner dor wat mit an is, denn mooten wi us in Tokunft överhaupts nich wunnern, wenn in  de nächste Tied ok anner Kaarkenlüü in hooge Posten van d’ Schandarms mit een Foahn un Promille in d’ Blood anhollen warden – denn föör fief Moant Amerikoa kann man dat doch woll moal doon. Man kummt denn dor joa woll nich jüüst nach Guantanamo.

ewaldeden