Weihnachten kann auch anders sein -

nicht unbedingt ein Fest der Liebe.

Man tritt sich hart vors Schienenbein

und verteilt kräftige Seitenhiebe.

Man haut sich verbal auf die Rübe,

wühlt flott in schmutz’ger Wäsche rum -

zeigt ein Gesicht das nur noch trübe,

nimmt jedes Wort gleich doppelt krumm.

Erdolcht den anderen mit Blicken

die scharf sind wie ein Schlachtermesser -

stößt sie ihm bis in den Rücken,

und glaubt, dadurch würd’ alles besser.

Doch nichts bewegt sich im Verständnis,

es bleibt so kalt wie blaues Eis -

was wächst, ist höchstens die Erkenntnis,

das "Verhältnis" ist ein Haufen Scheiß.

Was macht man nun mit diesem Kot?

Packt man ihn in die Tiefkühltruhe -

oder schlägt damit den andern tot?

Dann hätt’ man endlich seine Ruhe!

 

ee ©