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Erkältung macht sich breit in der Hafenwirtschaft …

 

War zuerst auch nur ein leichtes Hüsteln an der deutschen Seekante zu vernehmen – so ist dieser Infekt innerhalb der Hafenwirtschaft in den seezugänglichen Häfen mittlerweile zu einer ausgewachsenen Erkältung herangewachsen, die eine chronischen Bronchitis zu werden droht.

 

Und wie es so ist, wenn solcherart Viren durchs Land ziehen – man kennt sich zwar noch, man reicht dem anderen aber nicht mehr die Hand zum Gruße. Man will sich ja nicht noch mehr Krankheitserreger einfangen.

 

Für die Menschen, die Schiffe fotografieren, um die Bilder zu sammeln, ist jetzt eine goldene Zeit.

Noch nie zuvor in der jüngeren Vergangenheit konnte man in den Buchten und in den Häfen an Nord- und Ostseeküste so viele Schiffe ausmachen, die auch noch stillhalten wenn sie abgelichtet werden, weil sie nämlich vor Anker liegen – fast so wie ein Schaf auf der Weide angepflockt.

 

Die Verantwortlichen in den Reedereikontoren haben ihre Schiffe sicher nicht an die Kette gelegt, weil sie ihre teuren  Fahrzuge schonen wollen – so als Opa Karl es mit seiner Dreizacksternkutsche macht. Die steht sich nämlich  in seiner Garage die Räder in die Karosse, weil er schon zittert, wenn auch nur ein Regentropfen den Lack des guten Stückes berührt.

 

Die Reeder und Makler wären im Gegenteil sicher heilfroh, wenn ihre Schiffe sich in voller Fahrt befänden.

Das ist aber ja nun einmal nicht der Fall, weil die Weltwirtschaft nicht so gut zu Fuß ist und nicht so rund läuft.

Da ist es mit der Wirtschaft – oder wohl besser gesagt mit den Konsumenten – nun auch wieder so wie in der Natur.

Ein Schwein frisst nämlich auch nicht mehr in sich hinein. Als in seinen Bauch passt. Da kann man einen Eber auf seinen Hinterschinken in einen Haufen Runkelrüben setzen – satt ist satt.

 

Und nun geschieht etwas – und da schießt mir doch erneut Opa Karl in den Sinn, der sich doch neulich eine zweite noch größere Garage hat bauen lassen, weil er ja vielleicht irgendwann noch einmal eine zweite Dreizacksternkutsche dazubekommt, die sich dann auch die Räder in die Karosse steht – man baut an der Küste noch einen Hafen, der alle anderen in seinen Dimensionen übertreffen soll.

Mein Opa würde dazu sagen, die Erbauer sind großmannssüchtig, denn der seeseitige Warenumschlag fällt doch weltweit vom Fleisch.

Wenn der Rückgang – wie zum Beispiel in Bremerhaven – in die Nähe der 60 % Marke gerät, dann ist es doch wohl eher schon eine Magersucht.

Ich mag nun nicht sagen, dass die Macher, die das Jahrhundertwerk inszenieren und realisieren ihren Verstand verloren haben – da ist es dann doch wohl eher so, das man etwas über das man nicht verfügt, auch nicht verlieren kann.

 

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Verkolleree moakt sükk breet in de Hoabenweertschkupp ....

 

Wee toeers man een lichted knücheln an de Seekant in Düütschland to hörn, so is dat doch mittlerwiel  to een utwussen Verkolleree worden.

Un as dat so is, wenn sükkse Viren dör dat Land trekken – man sächt sükk ananner woll noch Moin, oaber man givt sükk keen Hand mehr, wiel man sükk joa nich noch mehr infangen will. För de Minschen, de Schkeepen up Biller fastholln un sammeln – för de is nu een gülden Tied. Noch nie nich ween an de Küst – liekers ov an Noord- or Oostsee – soveel Schkeepen to sehn, de ok noch stillholln, wenner see ovlicht warden, wiel see an de Kett lirgen – netso as een Schkoap an d’ Tüdder.

De Makkers in de Reederkantors de hevvt hör Schkeepen säker nich an de Liin lächt, wiel see de düüren Foahrtüüch schonen willt – so as Opa Koarl dat mit sien Dreetakkenkutsch deit, de steit sükk näämich ok in d’ Schüür de Röä in d’ Liev, wiel he all trillert, wenner moal een Rägendrüpp up de Lakk spüttert.

De Reeders un Maklers ween säker annersrüm blied, wenner hör Schkeepen ganz dull in Foahrt weesen. Dat is oaber joa nu moal nich, wiel dat schiens mit de Weertschkupp in d’ Welt nich so good löpt. Dat is mit de Weertschkupp - ov bäter mit de Konsumenten - ok wäär so as dat in d’ Natur is – een Schwien frett näämich ok nich mehr, as mit Gewalt in de Buuk ringeit. Dor kanns liekers een Mutt mit de Mors in een Runkelbarch setten – satt is satt.

Un nu geböört wat – un dor schütt mi doch jümmers wäär Opa Koarl in d’ Sinn, de sükk neelich doch noch een grooten Schüür boon loaten hett, wiel he villicht irgendwenn joa nochmoal een tweeden Dreetakkenkutsch dortokricht, de sükk denn ok wäär de Röä in d’ Liev steit – nu boot man an de Küst noch een Hoaben, de allns anner överdroapen deit. Mien Opa wüür särgen, de Moakers sünd Grootmannssüchtich, denn de Seekantwoarenümschlach faalt doch weltwied van d’ Fleeschk. Wenner dat so, as ton Bispill in Brämerhoaben, geböört, dat dat ovwinnen an szärtich Perzent geit, denn is dat doch hoast all een Moagersüük.

Ikk mach nu nich särgen, dat de Moakers, de dat Waark bedriiven hör Verstand verlor’n hevvt – dat is denn doch woll eder so, dat een dat wat he nich hett ok nich verleesen kann.

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