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Freiheit, die ich meine …

 

Schau weit über ’s Meer

beschirme die Augen

dann ’spähst du ein Land

von irgendwoher

es weckt dir das Streben

von der Ferne zu träumen

und bringt dir die Bilder

von überall her

Bilder von schroffenden Felsengestaden

Bilder von glutenden schneeweißen Stränden

Bilder von schwirrenden Vogelmiriaden

und Bilder von schützend behütenden Händen

drum mach dich erbötig

geh’ sinnlich auf Reisen

um da wo es nötig

Natur zu lobpreisen …

 

ewaldeden

 

 

am 18ten Tag im Monat Juli 2009 

 

 

 

 

Ein besond’rer Sommertag …

 

Die Sonne kneift die Augen zu -

sie hat heut’ keine Lust zu scheinen.

Sie gönnt sich eine Tagesruh’

und lässt den Himmel Tränen weinen.

Es freuen sich die Büsch’ und Bäume

über Wolkens frisches Nass -

sie blühen Blütens Sommerträume,

von azurblau bis Wiesengras.

Das Korn es wogt in gold’nen Wellen,

der rote Mohn klatscht leis’ im Wind -

man hört des Hofhunds heis’res Bellen,

hört Lachen von vergnügtem Kind.

So geht ein Tag ohn’ Sonn’ zur Neige

und niemand ist ihm böse drum -

ein Jemand streicht ’ne Fidelgeige

die klingt wie Hummels Fluggesumm …

 

ewaldeden

 

 

am 12ten Tag im Juli 2009

 

 

x


 

 

Aus den Tiefen der Nacht in den dämmernden Morgen

 

Gewissheit . . .

 

Auch wenn man sich verlassen fühlt –

man ist niemals alleine.

Vergangenes das Herz umspült –

man kommt mit sich ins Reine.

Öffne weit der Seele Blick –

laß wandern die Gedanken.

Ruhe kehrt zu dir zurück –

Ruhe ohne Schranken.

Und bist du bei dir angekommen

hast alles Außenbords getan

siehst Du Gegenwart  nicht mehr verschwommen

die Zukunft sie kam bei dir an.

 

ee

 

 


 

 

Aus Ruinen neu erstanden ….

der Gipfel tanzt in L’ Aquila

 

 

Es zittert Welt im Dauerfieber

weil Mensch ihr Luft zum atmen nimmt

entpuppt er sich als Dauerschieber

der immer nur den Proffit trimmt

heuchlerisch verkündet er

auf Weltens großer Lügenbühne

es muß mehr Schutz fürs Klima her

und verspricht ganz sichtbar Sühne

doch was geschieht im Welttheater

nichts und oftmals weniger

selbst das Tun des neuen Übervater

ist nur zäh und macht Werk sehniger

genießen kann es niemand mehr

dies Kunstgebräu der Wirtschaftsmächte

es müsste ein Geschehen her

dass alle zur Vernunft mal brächte …

 

ewaldeden

 

 

am 10ten Juli 2009

 

  

Das Glück ist dein eig’nes, dein ureigen’ Kind

du hast es gezeugt und der Welt ausgesetzt

drum lehr’ ihm das Leben in harschigem Wind

und das es nicht ständig dem Glücke nachhetzt

gönn’ ihm die Muße sich zu erholen

gönn ihm das Weinen

auf vielerlei Art

und plötzlich erkennst du an ganz vielen kleinen

Dingen das sich das Glück um dich schart

ee

 


 

 

Das Pfingstfest …

 

„Das Pfingstfest schlägt die Augen auf

und schaut verwundert in die Runde

wer ‚Glaubens’ ist kommt selber drauf

er lauscht der wunderbaren Kunde

versteht was GOTT uns sagen will

mit seinen sichtbar Taten

schweigt ein’ Moment des Redens still

genießt der Schöpfung Garten“

 

ee

 

y 

Der Morgen hat schon gold’ne Hände

wo er auch hinfasst sieht man sie

er färbt damit die nächtlich’ Wände

damit sie funkeln in der Früh’

er wandelt damit Nachtes Wischen

von dunkelschwarz zu himmelblau

und hinter ihm sieht man inzwischen

schon silberblinkend’ Morgentau

die Bäume strecken ihre Zweige

vom Schlaf erwacht in Tageslicht

das Schummern geht endgültig zur Neige

als Sonne durch die Wolken bricht

von überall tönt jubilieren

von überall nur Frohgesang

als wollt’ jemand die Welt verzieren

mit Engelston und Harfenklang

ee

 

 


 

Der Quell', er sprudelt munter weiter

auch wenn niemand aus ihm trinken will

er bleibt gelassen froh und heiter

und singt sein Lied dann eben still

 

ewald eden

 


 

 

Sonntagmorgen …

 

Der Sonntagmorgensonnenschein

ist anders wie der an andern Tagen

er geht anders ins Gemüt hinein

verkneift sich dumme Alltagsfragen

schickt einfach gold’ne Sommerhelle

gekonnt gestrahlt und blitzeblank

so flink wie sonst nur  auf die Schnelle

durch Morgenluft läuft Glockenklang

und wo die Strahlen treffen Erde

entsteht sogleich ein bunter Reigen

auf das Natur sich schmücken werde

um ihre Schönheit herzuzeigen

 

ewaldeden

 

 

am 21sten Tag im Junimonat 2009

 


 

 

Der Tagbeginn …

 

Der Himmel voller Wolkenschafe

sie segeln still durchs Morgenblau

mir ist als ob ich träumend schlafe

ich mit geschloss’nen Augen schau

sie grasen auf des Himmels Wiesen

um sie ein buntes Blumenmeer

der Wind, er streicht mit leichtem Brisen

durch sie hindurch und um sie her

ich kann den Schäfer nur benennen

zum Sehen ist er zu weit fort

doch werd’ allezeit sein Sagen kennen

hier und an beliebig Ort

 

ewaldeden

 

                                                                      am 05ten Juno 2009 

 

 

 

 


 

Des Poeten Ruhetag …

 

Als ich erwachte

hat mich etwas verwirrt

kein Text wartete in meinem Wissen

mein Denken ist durch den Morgen geirrt

während mein Kopf noch ruht’ in den Kissen

es suchte und suchte und suchte vergebens

es konnte nichts finden

wohin es auch flog

es schaute in alle Kammern des Lebens

voller Furcht

dass der Text es mit einem andern betrog

doch plötzlich sagt Jemand

du brauchst nicht zu suchen

ich habe es heute Nacht so bestimmt

du darfst jetzt auch greinen

und herrlich laut fluchen

da höre ich einfach nicht hin

ich hab’ nur aus einem

ganz bestimmt Grunde

gesperrt dir im Schlaf

deinen kreativ’ Sinn

ich will dich bewahren

und lasse dich ruh’n

zu deinem eigenen Schutze

damit du noch lange mit Worten, mit klaren

den Menschen erklärst

warum ICH sie benutze

ee


 

Freitagmorgen …

Des Ringeltäubchens tiefes Gurren

sanft das Lind’ des Morgens füllt

dazwischen Hofhunds leises Knurren

der damit ‚Menscherwartung stillt

die Nacht, sie zieht beruhigt von dannen

lässt das Feld  dem Tageslicht

versteckt sich hinter hohen Tannen

als Sonnenrot durch Wolken bricht

der Silbermöwe heller Schrei

begleitet ihren Morgenflug

als sie von aller Schwere frei

begibt sich auf den Beutezug

das ist des Tages recht Beginnen

im nimmermüden Zeitenlauf

ich räkel mich in kühlem Linnen

bis Ruf erschallt, steh’ endlich auf.

ewaldeden

 

am 19. Juno 2009


 

  

Die schönen Momente …

 

Die schönen Momente im Leben -

sie lassen sich nicht wiederholen.

Sind sie vorbei, dann sind sie oft weg,

als hätte sie jemand gestohlen.

Drum halte sie fest als goldenes Wissen -

die Bilder von vergangenem Glück -

tust du es nicht, dann wirst du sie missen -

denn niemals und nie kehr’n sie zurück.

 

ewaldeden

 

 

 

am 17ten Tag im Monat Juli 2009


 

Die Sonne krabbelt behutsam
in den langsam erwachenden Tag
sie ist mit der Nacht sehr geduldsam
sie zögert
von Stunden- zu Stundenschlag
am Ende
wird's ihr dann endlich zu bunt
sie spült das zögerlich weichende Dunkel
vom Himmel
mit einem Eimer voll Morgengefunkel
die goldene Flut
sie verteilt sich
in jede Ecke hinein
ach - jubelt Natur
ach wie herrlich
ach - könnt' es doch immer so sein

ee