Alles was geschehen das ist Vergangenheit

es ruht an stillen Plätzen und modert vor sich hin

es wieder zu beleben das war noch nie gescheit

und ständig dran zu denken das macht auch keinen Sinn

es hindert Generationen an friedlich Tun und Fühlen

immer freigeschaufelt Gräben nie den Schmerz der Ahnen kühlen

laßt die Last in Gestern ruhen

hängt sie nicht den Enkeln an

dann können sie in Zukunfts Schuhen

fröhlich fangen was Neues an

nehmt den Fingerzeig der Fügung

der stets sich im Vergehen zeigt

betrachtet es als eine Übung

wenn ihr vorm Schicksal euch verneigt

ee

 

Auch wenn’s so scheint …

 

Kein Spiel mein Lieb'

ach - laß' es liegen

es ist mir zu beschwerelig

zu Viel' sind mir auf's Dach gestiegen

sodass mir' oft wurd'  schwindelig

rumorten dann auf meiner Seele

trampelten unbedacht herum

nicht denkend dass mir etwas fehle

und hielten mich für fühlensdumm

doch ich ließ Fragen Fragen sein

verzog mich stets in mich hinein

mich öffnen geht nur in der Ruhe

wenn niemand trommelt an die Tür

wer zu mir kommt mag's ohne Schuhe

mit barfuß stehen dann dafür

und tut sich dann die Türe auf

zu mir und in die Seele rein

dann wird er finden dort zuhauf

’ne Welt voll Lieb’ und Sonnenschein

 

 

ewaldeden

 

 

am 4ten Augusttag 2009

 

 

 

 

Menschsein . . .

 

Ihr kommt von fremden Sternen

in diese eine Welt

um sich von ihr zu entfernen

wenn dem Schöpfer es gefällt

 

So wandelt ihr hier unten

auf brückemgleichen Land

baut  oftmals auf bunten

trügerischen Sand

 

Er rinnet mit den Jahren

unter den Füßen fort

verdecket wohl den klaren

unendlich sicher’n Ort

 

Richtet euch auf dieser Welt

nur nicht zu sicher ein

wenn irgendwann das Glöcklein schellt

erlischt der ganze Schein

 

Seid ihr am Ende dieser Brücke

die Leben heißt wohl angekommen

entledigt euch der Welten Krücke

es wird euch alle Last genommen

 

Ihr tretet in die Ewigkeit

seid nur noch reine Seele

von nun an seid ihr ohne Zeit

und ohne falsch Befehle

 

ee

 

 

 

Montagmorgen …

 

Die Zeit läuft durch die Zeitgedanken

schiebt Fühlen keuchend vor sich her

des Tages Morgen kommt ins wanken

treibt schlingernd in der Stunden Meer

bis jemand greift beherzt ins Steuer

bringt schwankend Kahn ins Gleichgewicht

der Retter scheint dir nicht geheuer

weil - er trägt Gottes Angesicht

 

ewaldeden

 

am 22sten Juni 2009

 

 

Nicht allein . . .

 

 

Wohin ich mich wende - wohin ich mich dreh’

wem ich in Worten begegnet

befrachtete Seelen ich überall seh’

ich möchte das Gott jeden segnet

 

 

Ich glaubte Jahre ich wär’ in der Welt

alleine mit meinem Bedrängnis

jetzt weiß ich, daß unter dem Himmelszelt

so mancher lebt im Erlebensgefängnis

 

 

Gebunkerte Kindheit ins Herz betoniert

verschlossen durch eiserne Bänder

der Gedanke nach hinten die Seele gefriert

zersplittert die eisigen Ränder

 

 

Sprenget die Ketten - laßt schmelzen das Eis

laßt fließen das innere Leben

dann werden Gefühle in euch heiß

der Freiheit Gedanken erbeben

 

ee

 

 

Leben – was ist das eigentlich für mich -

hast du dich das schon einmal gefragt,

wenn du in deinem Rosenschloss

alleine die Tage verbringst -

wenn es dich selber dauert

und du stets denkst

andere hätten dich

dein Leben lang eingemauert .

Übersiehst du nicht häufig

zartgrünenden Sproß?

Und nimmst ihm damit

die Chance zu werden -

die Chance  zu werden ein großer Baum

mit lichtvoller Krone

und  behütetem Schatten -

für manch schönen Traum

mit behütetem Schatten

gegen die Stürme des Lebens,

wenn du stets nur

die eigenen Wunden siehst

dann ist es

als wenn du der Wirklichkeit fliehst.

Wenn du Gefühlen der Liebe nicht traust

und immer nur durch das Selbstmitleid saust,

dann ist das hoffen

auf Hoffnung vergebens -

laß Raum in dir für echtes Empfinden,

das  jemand dir zärtlich entgegenbringt -

sonst wirst du nie mehr

das Glück an dich binden,

denn es ist niemand

der dich zu irgendwas zwingt.

Du sagst mir

ich hätte dir soviel versprochen

und trüge auch Schuld

an deiner Betrübnis -

du schillt’st mich

ich hätt’ mich im Elend verkrochen

und wollt’ gar nichts anderes leben

mich betrübt ganz schrecklich

dein fehlend' Verständnis

dein fehlendes mich einmal fragen

nach meinem Wohl

nach meiner Bedrängnis

obschon ich unendlich vieles kann tragen

laß doch die Liebe

einmal erblühen

und wart’ voll  Geduld auf die Früchte

dann siehst auch du

des Herzens Glühen

und spürst die Erfüllung

der Süchte

 

ee