Tag für Tag

 

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Geh’ in den Tag
als gäb es nur diesen
zeig’
 für sein Werden
dich bereit
freu’ dich
der Blumen auf den Wiesen
und fühl’
dass auch Natur sich freut
ee

 

 

„Das Pfingstfest schlägt die Augen auf
und schaut verwundert in die Runde
wer ‚Glaubens’ ist kommt selber drauf
er lauscht der wunderbaren Kunde
versteht was GOTT uns sagen will
mit seinen sichtbar Taten
schweigt ein’ Moment des Redens still
genießt der Schöpfung Garten“

ee

 

 

Des Poeten Ruhetag …

Als ich erwachte
hat mich etwas verwirrt
kein Text wartete in meinem Wissen
mein Denken ist durch den Morgen geirrt
während mein Kopf noch ruht’ in den Kissen
es suchte und suchte und suchte vergebens
es konnte nichts finden
wohin es auch flog
es schaute in alle Kammern des Lebens
voller Furcht
dass der Text es mit einem andern betrog
doch plötzlich sagt Jemand
du brauchst nicht zu suchen
ich habe es heute Nacht so bestimmt
du darfst jetzt auch greinen
und herrlich laut fluchen
da höre ich einfach nicht hin
ich hab’ nur aus einem
ganz bestimmt Grunde
gesperrt dir im Schlaf
deinen kreativ’ Sinn
ich will dich bewahren
und lasse dich ruh’n
zu deinem eigenen Schutze
damit du noch lange mit Worten, mit klaren
den Menschen erklärst
warum ICH sie benutze
ee

 

 

Wortezauber …

Mit Worten mag ich gern jonglieren -
vielleicht auch zaubern - dann und wann,
ich mag’s wenn Worte faszinieren
und lassen Sein an Seelen ran.
Ein Wort poliert getrübte Augen,
ein Wort bringt Lächeln ins Gesicht,
ein Wort lässt Seel’ an Seele saugen
und stellt die Freude in das Licht.
Ein Wort macht harsch’ Gedanken zärtlich,
ein Wort macht Wollen zum Begehr,
ein Wort stimmt Menschen menschenfreundlich,
ein Wort macht mürrischsein so schwer.
Drum schmied’ ich viele Alltagsworte
in glühend Feuer zärtlich um -
verteil sie dann an viele Orte,
dreh Abwehr so zu Willkomm’ um

ewaldeden

 

 

Ein neuer Morgen …

Leichter Flügelschlag des Windes
treibt lautlos uns’res Lebens Kahn
ein Rufen – leis’  , ein sehr gelindes
zieht uns vom fremden Ufer an
die Zukunft ist’s die uns erwartet
das Morgen – noch in Kindeskleid
wir fühlen uns im Heut’ geborgen
das Gestern liegt zumal ganz weit
Stärke wächst in unser’m Denken
Vertrau’n bestimmt den nächsten Schritt
wie spür’n des Schöpfers Hände lenken
und gehen ohn’ Bedenken mit

ewaldeden