Winterspaziergang . . .

 

Der Weg zwischen Wacholderbüschen

 

führt uns hinein ins nirgendwo

es wispert in des Moores Rüschen

geheimnisvoll und sinnenfroh

Nebel steigt aus Kolkens Tiefen

malt Bilder in des Winters Weite

als wenn uns ferne Seelen riefen

geh’n wir langsam Seit’ an Seite

die Zeit sie ist zurück geblieben

vergnügt sich irgendwo in der Welt

das Sehnen hat uns hergetrieben

das Heimweh hat uns herbestellt

wir schauen winterskahle Zweige

wir riechen frühlingsnahen Duft

die blassen Stunden geh’n zur Neige

wir hören wie die Sonne ruft

wir sehen wie die ersten Spitzen

drängen in des Lebens Raum

wie sie an braunen Ästen sitzen

noch halb vernarrt in Schlafes Traum

der Tag verfinstert sein Gesicht

weicht langsam in die Dunkelheit

das Glück schenkt uns ein warmes Licht

voll Liebe und Geborgenheit

 ee