Zwölf Uhr mittags

 

ich höre von ferne den dutzendsten Schlag

ich frage dich – sag’s

welch eine Zeit

was für ein Leben

ich weiß nicht ob ich’s noch mag

ich sehne mir Rosen

ich sehne mir Sonne

ich seh’n mich nach dir

ich seh’n mich nach losen

glückvollen Stunden der Wonne

ich seh’ dich im blühenden Blütengarten

ich seh’ dich wartend auf Liebe warten

ich sehe Tränen in deinen Augen

ich fühle dein Herz erzittern

frag’ mich wozu mag Leben wohl taugen

in all den kleinen Alltagsgewittern

ich werde fliehen der kalten Welt

ich werd’ alle Mauern bezwingen

nichts was mir in den Weg gestellt

kann mich vom Wege bringen

mein Ziel bist du

meine einzige Liebe

mein Ziel bist du

mein einziges Glück

ich folg’ immerzu meinem inneren Triebe

und weiß

ich schaue nie mehr zurück


 

 

**********************************  

 Zigeunermädchen

 

Zigeunermädchen, du schönes Kind

du Windspiel mit wallender Mähne,

die Strasse des Lebens weist dir der Wind

ich folg dir - du rassige Schöne

 

Die wissenden Augen - der flammende Mund

gefesselt  in deinem Banne,

hungere ich mir die Seele wund

dein Anblick formt mir das Tier im Manne.

 

Ein Drehen des Kopfes, ein Wippen der Brust

 allein das raubt mir das Denken,

mein Fühlen lodert in brennender Lust

kann meine Sinne nicht lenken

 

Hab dich gesehen Sekunden nur

das reichte um mich zu verlieren,

ich zähle die Schläge der Stundenuhr

mein Herz scheint ohn' dich zu erfrieren

 

Vergebens ist all mein Begehren

wir würden gemeinsam nicht froh,

dein Vater, er würd's mir verwehren

es sagt mir niemand - ich weiß es so

 

Ich kann nur von ferne dich lieben

die Sippe behütet dich streng,

und wärest du bei mir geblieben

meine Welt wär’ für dich viel zu eng.

 

Drum flieg’ bunter Vogel - ich wünsche dir Glück,

erkunde die Weiten des Lebens

vielleicht bringt der Wind dich einmal zurück

vielleicht wart' ich vergebens.


 

******************************  

 

 

Der Zirkus ist da

 

 

Ein Ruf geht durch die Strassen -

am Dorfrand wird es bunt,

jeder soll Arbeit ruhen lassen -

für Stunden geht die Kurzweil rund.

 

Die Augen sehen Zirkusluft -

die Ohren hör'n Vergangenheit,

in Nasen da steigt fremder Duft -

Erinnerung macht Herzen weit.

 

Menschen sind aus vielen Winden -

herbeigeilt von ganz weit her,

hier kann man das Glück noch finden

Lachen läuft wohl kreuz und quer.

 

Träume flimmern - fremde Laute

fliegen durch den Sommertag -

dazwischen auch wohl altvertraute

Töne - wie ein Glockenschlag.

 

Für Stunden ist die Zeit verschwunden -

zeitlang ist man wieder Kind,

Jugendträume losgebunden -

wiegen sich im Sommerwind.

 

Tiere wie aus Märchenbüchern -

ziehen rund in der Manege,

fahrend Volk in wehend Tüchern -

tanzt mit Raubvieh im Gehege.

 

Der letzte Beifall ist verweht -

der Hut geht durch der Klatscher Rund,

das Baashaupt in der Mitte steht -

tut auch schon den Abschied kund.

 

So famos wie sie gekommen -

ebenso leise gehen sie,

sie haben keinem was genommem -

bloß Freud für alle brachten sie.


 

*****************************  

 

 

Zärtlichkeit …

 

Zärtlichkeit ist die Krone des Leben

Zärtlichkeit ist die Welt voller Glück

Zärtlichkeit ist die Liebe erstreben

Zärtlichkeit ist ein Weg ohn’ Zurück

Zärtlichkeit ist der Gipfel des Geben

Zärtlichkeit ist ein Tun ohne Muß

Zärtlichkeit ist ein endloses Schweben

Zärtlichkeit ist der Endlichkeit Fluß

Zärtlichkeit ist irres Verlangen

Zärtlichkeit ist schreien vor Lust

Zärtlichkeit ist zärtlich gefangen

zärtlich ruhen an schwellender Brust

Zärtlichkeit ist sich öffnender Schoß

Zärtlichkeit ist Wollust ersehnen

Zärtlichkeit ist gleitender Stoß

Zärtlichkeit ist Gliedes dehnen

Zärtlichkeit ist heißer Erguss

Zärtlichkeit ist brennendes Feuer

Zärtlichkeit ist saugender Kuss

Zärtlichkeit ist unendlich treuer

für zärtliches Lieben gibt’s keinen Schluss


 

***********************************  

 

 

 

Wilhelm  Gustloff . . .

 

 

Drei Glasen ist’s vor Mitternacht

der Sturm heult um die Brücke

es ist als ob die Hölle lacht

des Meeres Brecher Teufels Krücke

 

Im fahlen Schein der Instrumente

steinhart sind die Gesichter

der Kompaß zittert die Momente

man fürchtet fremde Lichter

 

Im Ruderhaus - die Spannung dick

man könnte sie zerschneiden

doch sieht man dann des Käptens Blick

man fühlt ihn förmlich leiden

 

Man müßte ohne Echo sein

für Feindes Horchgeräte

am liebsten wäre er so klein

wie eines Fisches Gräte

 

Stattdessen kämpft sich durch die See

sein Schiff –

ein Hochhaus von Format

die Zahl geht in die Tausende

die Flüchtlinge an Bord es hat

 

Trotz Wintersturms und Eisesjagen

ein U-Boot hat sie im Visier

Torpedos tausend Tode tragen

es waren wohl fünftausendvier

 

Und feiert man auf Ätherwellen

wortstark den zwölften Jahrestag

vom Arierland - dem sonnenhellen

auf See war es ein schwarzer Tag

 

So steht die Gustloff für Geschichte

vom größten nassen Massengrab

in überlebendem Gesichte

man bis zum End’ es lesen mag


*************************************

 

 

Wie ein Blitz . . .

 

Ich steh’ in Gedanken versunken

seh’ nicht was um mich geschieht

ich bin vor Seligkeit trunken

weil deine Liebe mich rief

 

 

Ich wollt’ am Leben verzagen

sah Sinn nicht - und auch nicht Verstand

da traf mich - von Wolken getragen

Gefühl - das mich mit dir verband

 

 

Ich konnt’ von der Stelle nicht weichen

mein Herz macht sich auf - meilenweit

ich spür’ in der Brust deine Zeichen

zu kämpfen für uns jeder Zeit

 

 

Ich kann mich dem Wunsch nicht versagen

mit allem für dich einzusteh’n

besonders an jenen Tagen

die anders sind als wunderschön


 

******************************  

 

 

Mitternachtsblüten …

 

Ich schaue zur großen Uhr in der Diele

ich lausche ihrem verhaltenen Schlag

ich weiß das nur wenige Stundenläufe

mich noch trennen vom erwachenden Tag

die Zeiger tasten mit zitternden Schritten

stückweise sich an die Mitternacht

ich denke zu ihnen mit lautlosem bitten

haltet die Zeit an um zwölfe ganz sacht

zur Tageswende hör ich die Liebste

ich fühle ihr sehnen

ich lausch ihr voll Glück

ich bitte die Uhr die Zeit auszudehnen

denn verflossene Minuten kehr’n nicht zurück

das mitternächtliche leis’ mit ihr reden

das mitternächtliche ich liebe dich

schenkt mir in jeder Nacht Wissen um Leben

ist mir in jeder Nacht sternhelles Licht


 

*************************  

 

 

 

Überall da

wo es dir nötig erschien

hast du kundgetan

ich fahr’ in die Kur

hast dich mit vielen Dingen befrachtet

um die Wochen durchzuzieh’n

hast hier geschrieben

hast da telefoniert

warst relativ ruhig

und hast ständig gehofft

das nicht irgendwas passiert

von den meisten

die du mit der Nachricht gefüttert

ist nichts andres gekommen

als vornehmes Schweigen im Wald

doch plötzlich tun grad die verbittert

die deine Nachricht ließ kalt

sie tun so

als ob sie ganz ahnungslos

und das sie doch alles versucht

mach dir nichts draus

denn es ist doch bloß

ein das eig’ne Versagen

bedeckendes Tuch


 

************************  

 

 

 

Die Tanzschuhe stehen erschöpft auf der Borte

es war ein Gewirbel bis spät in die Nacht

der rechte keucht leicht asthmatisch im Spann

er ist vom Schlaf noch nicht wieder erwacht

der linke riecht über sich erdbeerige Torte

sie steht da zum erkalten und steifen

damit die Hausmutter

sie heute noch anschneiden kann

ein heftiges Sehnen

befällt das zarte  Gebilde

ein Sehnen nach schlemmen und schleckern

vergessen ist schnell das tanzen

das wilde

der Schuh möcht’ sich jetzt am liebsten

von unten bis oben  

mit Torte bekleckern


 

****************************  

 

 

 

Vorbei ist die Reise

vergangen die Kur

und das ganze auf  eine Weise

die die Frage erlaubt

wofür war es denn nur

Koffer und Taschen sind froh

und sagen laut Gottseidank

sie steh’n erleichtert und leer

auf dem nun wieder

gefüllten Kleiderschrank

drei lange Wochen

 wurden sie rumgeruckelt

 und haben sich

manch blauen Flecken geholt

von der Wohnung rein ins Auto

und wieder heraus gepuckelt

sie fühl’n sich geschafft

als hätt’ man ihnen gehörig

das Leder versohlt

die  kleine Tasche seufzt

zum großen Koffer  hinüber

endlich ist das Gewusel vorbei

und kommt hoffentlich

auch nicht so schnell wieder


 

***************************  

 

 

 

Kaum bist du zuhause

hast noch gar nicht gesessen

die Reise ist noch nicht mal richtig zu Ende

da bimmelt schon

du möcht’st am liebsten ’nen Besen fressen

dies gottverdammte Telefon

ach herrliche Freude

endlich biste zurück

wir haben dich wirklich vermisst

kommt laut aus dem Hörer gepurzelt

wir haben schon gedacht

du hätt’st gefunden dein Glück

und wär’st jetzt woanders verwurzelt

du glaubst nicht

was hier alles passiert

in der Zeit

die du nicht hier gewesen

mach dich man gleich auf die Socken

wir müssen erzählen

will man dich locken

und tut dich tatsächlich bloß quälen


 

************************  

 

 

 

 

Die Gefühle fahren Achterbahn

auf vorgezeichnet Wegen

mal geht es ruckelnd steil bergan

in strahlend Himmels Blau

dann folgt die Schussfahrt wildverwegen

in dichtverhang’nes Nebelgrau

doch wieviel Kurven

wieviel Kehren

die Fahrt auch in sich bergen mag

du kannst dich nicht dagegen wehren

es ist nun mal dein Lebenstag

nach heftig Hin- und Hergeschiebe

nach Glücksgefühl und herzensbang

findest du immer wieder Liebe

spürst immer Arme die dich tragen

hörst immer einer Seele Klang

du musst dich nur zu trauen wagen


 

 ************************

 

 

 

Geprügelte Sehnsucht

drängt die Gedanken

beschnittenes Glück

bringt Bilder ans Licht

die sinnlich verrucht

und die ohne Schranken

malen ein Stück

ohne Fühlensverzicht

gefesselte Lust

zeigt ihre Male

sie zeigt ihr durch Strenge

zerstörtes Profil

das zögernd versucht

in hastender Menge

zu finden das verlorenes Ziel

geknebelte Liebe

zeigt verstümmelte Glieder

sie zeigt einen verzweifelt

redenden Leib

der immer und immer

und immer wieder

mit brechender Stimme

schreit 

Liebe bleib’


 

 

 *******************************

 

 

 

Ich geh’ sachte

mit sehnsuchtsvoll tastenden Schritten

die Wege der Liebe

die Strasse zum Glück

wenn ich es finde möcht’ ich nur bitten

weis’ meine Liebe nicht schreckhaft zurück

Rosen werd’ ich am Wege pflücken

die Dornen werd’ ich ertragen

ich werde dein Herz mit den Rosen beglücken

und immer wieder werd’ ich es wagen

ich werde erst dann zufrieden sein

wenn ich weiß

dein Herz – es ist endgültig mein  


 

**************************  

 

 

 

Mein Verstand

mein Denken

mein Fühlen

all’ das

 rutscht vom Kopf in die Hose

ich möchte dir

nur noch Vergnügen schenken

möchte dich lieben

möcht’ küssen

deine herrliche Rose

ich möchte

in deinem Leib versinken

möchte

aus deiner Weiblichkeit trinken

ich möcht’ mich

tummeln in deinem Bauch

ich spüre

du spürst das Verlangen auch


 

**************************+  

 

 

 

 

 

Nacht fällt

auf schimmernde Rosentränen

Nacht  tröpfelt

auf verlangend blühendes Herz

Nacht schleiert

zitterndes brennendes Sehnen

Nacht verhüllt

zehrenden Schmerz

Nacht verbirgt

unerfüllt Hoffen

Nacht trägt

innige Liebe in sich

Nacht ist

für alles und jedes offen

Nacht weiß

ich liebe nur Dich


 

****************************  

 

 

 

 

 

 

langsam Erwachen

 

 

 

der Morgen ist

sonniger Schein

der Morgen ist

fröhliches Lachen

der Morgen ist

ich bin Dein

der Morgen ist

zärtliches streicheln

der Morgen ist

Du bist da

der Morgen ist

flüsterndes Schmeicheln

Morgen für Morgen

und Jahr für Jahr

 

Der Mittag mit dir

ist strahlende Sonne

der Mittag mit dir

ist blinkendes Glück

der Mittag mit dir

sind Augen voll Wonne

der Mittag mit dir

bringt Freude zurück

 

Der Abend mit dir

ist verlangendes Hoffen

der Abend mit dir

ist randvoll gefüllt

der Abend mit dir

ist für vielerlei  offen

der Abend mit dir

meine Sehnsüchte stillt


 

******************************  

  

Die Tage mit dir

sind wie schwerelos’  Schweben

die Tage mit dir

sind der Himmel in Rot

die Tage mit dir

sind wie werdendes Leben

in Tagen mit dir

fühlt mein Herz keine Not

drum  laß uns die Tage behüten

wie wertvolles edles Gestein

wie zauberhaft blühende Blüten

im rosenduftenden Schrein


*********************************

 

  

Vergessenes Land . . .

 

Ein Nachmittag am Wiesenrain -

die Sonn' steht tief im Westen,

mit ihrem warmen gold’nen Schein

färbt alles sie zum Besten.

 

Die Kinder tollen auf den Wiesen -

spielen Räuber und Gendarm,

der Bäume Schatten lange Riesen -

ein Säugling in der Mutter Arm.

 

Gedämpft klingt Lachen und auch Singen,

zum Bauern an des Ackers Rand -

das Korn wird viele Früchte bringen,

es wogt wie gelber Himmelsbrand.  

 

Am lichten Saum des Birkenweihers

tändelt still ein Reh herum

vom Hofe - drüben bei den Mayers -

hört man der Dreschmaschin’ Gebrumm.

 

Die alte Bäuerin greift zur Glocke -

sie ruft zu Tee und weißem Stut’,

garniert mit gelber Butterflocke -

so tut es ihren Lieben gut

 

Die große Kron' der alten Linde,

die lange schon am Wegrand steht -

bewacht manch Herz in ihrer Rinde,

manch' Schicksal wohl vorüberweht

 

Ich möchte diesem Bild nur gönnen,

daß es besteht noch lange Zeit -

die Menschen müssen sich nicht trennen,

verstreut in alle Welt - so weit.


 

 ****************************

 

Verhaltensweisen

 

Man will nichts sehen - man will nichts hören

man will sein Weltbild nicht zerstören

das man sich mühsam vor Augen hält

auf ganz kleiner Fläche - die heile Welt

 

Solange auf diesem kleinen Stück Welt

die eine Ecke die andere hält

kann man getrost am eigenen Ich zimmern

braucht sich um anderes gar nicht zu kümmern

 

Wenn auch dem Nachbarn der Boden weg bricht

versagt auch dem Nächsten das Augenlicht

wird auch dem Dritten das Heim genommen

es ist in dem Weltbild nicht angekommen

 

Erst wenn man plötzlich selbst betroffen

ist die Empfindungstür angelweit offen

doch leider dann - wie’s immer so ist

sieht jeder nur seinen eigenen Mist


 

*************************  

 

 

Wach werden . . .

 

Von der Tanne höchster Wipfel

halbig vier zeigt erst die Zeit

tönt es über alle Gipfel -

ach wie wird mein Herz so weit

 

Die Amsel trällert ihre Freude

sie lacht und ist des Lebens froh

der Ton verklingt wie zitternd Seide

und frei - das ist sie sowieso

 

Ach - könnt ich doch den Sängern folgen

bar aller festen Glieder

mein Herz wär’ dann noch mal so reich

die Welt wär’ voller Lieder

 

Gesichter die vor Freude strahlen

Taten voller Güte

Hände die Zufriedenheit malen

der Tag ‘ne bunte Blüte

 

Der Frühling strahlt - der Sommer lacht

der Herbst - er ist am schmüstern

und selbst in langen Winters Nacht

lebt keiner mehr im Düstern


 

****************************************  

 

Wahrheit . . .

 

 

Die Wahrheit kann man nicht verstecken

weil sie stets zur Sonne strebt

hofft mancher auch - sie mög’ verrecken

seid gegenwärtig daß sie lebt

 

 

Hat man ihr auch das Licht geblendet

schnitt man ihr auch die Zunge raus

sie ist noch nirgendwo verendet

und fand noch stets zurück nach Haus

 

 

In Zeiten wo sie stumm gehalten

als Opfer Folterknechtens Wahn

wird sie die Menschlichkeit verwalten

und bricht sich irgendwann die Bahn


 

************************  

 

 

Warum . . .

 

 

Wir haben uns die Sonne zur Feindin gemacht

was soll daraus noch werden

wir sind auf dem Wege nach Mitternacht

missbrauchen unsere Erden

 

Was Menschen entwickeln im Technikwahn

die Kreatur muß es erleiden

der Fortschritt - er frisst sich überall Bahn

nimmt vielen Geschöpfen die Weiden

 

Täglich verschwinden vielerlei Arten

bleiben nur noch auf Bildern zu seh’n

in hundert Jahr’ wird in Gottes Garten

nur noch der Wüstenwind weh’n

 

Es schleiern die Augen

vor Tränen fast blind

ich frag’ mich - wozu wir noch taugen

wenn wir allein auf dem Erdenrund sind


***************************

  

Traum - Melodie . . .

 

Es klingt wie fleischgewordene Sünde

Töne kriechen in mein Ohr

ich schau verzweifelt das ich finde

den Weg zu dieser Liebe Tor

 

Dieses dunkle weiche Singen

berührt wohl Saiten - tief in mir

mein Sein möchte vor Gier zerspringen

es weckt in mir ein wildes Tier

 

Ich möchte irgendwas umschlingen

einen Götterleib - so prall und warm

ich möcht in Honigwelten dringen

versinken in des Weibes Scham

 

Doch plötzlich um mich gleißend Helle

mir hat ein Traumbild nur gelacht

es ist verschwunden auf die Schnelle

so wie der Tag verschluckt die Nacht


**********************

 Jeder Felsen

jede Mauer

lässt noch für das Leben Raum

scheint sie  auch noch so tief

die Trauer

irgendwann

weicht sie

schönem Traum